Menu
menu

EU-Projekte

EU-Projekte zur Förderung der Sensibilisierung und Kompetenzstärkung der Akteurinnen und Akteure zu Geschlechtergleichstellung und Nichtdiskriminierung von Frauen

Die Gleichstellung von Frauen und Männern stellt ein Grundrecht dar, das in Artikel 8 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union und in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankert ist. So wird in der Strategie "EU 2020" die Gleichstellung der Geschlechter mit Nachdruck unterstützt. Die Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ist auch das erklärte Ziel der Landesregierung. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es weiterhin der Förderung von spezifischen Maßnahmen.

Im Rahmen des Operationellen Programms der EU-Förderperiode 2014-2020 ist die Gewährung von Zuwendungen des Landes Sachsen-Anhalt zur Förderung der Sensibilisierung und Kompetenzstärkung der Akteurinnen und Akteure zu Geschlechtergleichstellung und Nichtdiskriminierung von Frauen vorgesehen.

Förderschwerpunkte

  • Unterstützung und Förderung von Frauen in MINT-Berufen
  • Unterstützung von Karrieren von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen
  • AGG-Unterstützungsangebote und -Maßnahmen
  • Erhöhung der Chancen von Alleinerziehenden

Inzwischen sind die frauenspezifischen ESF-Projekte der EU-Strukturfondsperiode 2014-2020 in einer zweiten Phase gestartet.
Die Projekte sind im Jahr 2019 erneut gestartet und haben eine Laufzeit bis 31.12.2021.

Projekte

Beratungs- und Informationsangebote für Alleinerziehende

Zur Erhöhung der Chancen von Alleinerziehenden sollen allein erziehende junge Mütter und Väter unter 27 Jahren ohne Berufsausbildung dazu ermutigt und befähigt werden, eine betriebliche Erstausbildung zu absolvieren. Im Zentrum der Förderung stehen vorbereitenden Maßnahmen.

Um dieser Zielgruppe die Möglichkeit für eine realistische Perspektive einer qualifizierten Berufsausbildung zu eröffnen, soll im Rahmen der Projekte gezielte Unterstützung in Form von sozialpädagogischer Betreuung und psychosozialer Beratung angeboten werden, die im Zusammenhang mit der Bewältigung des Alltags und der spezifischen Lebenssituation stehen.

Die Maßnahme hat zum Ziel, die Chancen junger Alleinerziehender im ersten Arbeitsmarkt durch eine abgeschlossene Berufsausbildung dauerhaft zu erhöhen. 

MiKA plus
Projektträger und Ansprechperson:
Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V. in Kooperation mit dem Familienhaus Magdeburg gGmbH
Frau Christiane Horn
Telefon: 0391 186130
E-Mail: info(at)abv-magdeburg.de 

Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG)

Ein wesentliches Ziel der Frauen- und Gleichstellungspolitik des Landes Sachsen-Anhalt ist, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen voranzubringen. Notwendig dazu ist die Entwicklung/ Erarbeitung von Initiativen und Projekten zur Verbesserung der Chancengleichheit.

Unterstützt und verstärkt werden soll die spezifische Zusammenarbeit von Behörden, Nichtregierungsorganisationen und einzelnen Fachgruppen mit dem Ziel, gemeinsame Strategien und konkrete Angebote zur Umsetzung des gesetzlichen Schutzes vor Diskriminierungen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, Beschäftigungsverhältnissen und im Zivilrechtsverkehr zu entwickeln. Einfluss genommen werden soll insbesondere auf die Beseitigung direkter, mittelbarer und struktureller Benachteiligungen von Frauen in der beruflichen Arbeit. Da sich strukturelle Benachteiligung nicht durch bloßen Schutz vor Diskriminierung beseitigen lässt, bedarf es einer aktiv gestalteten Gleichstellungspolitik. Geeignete Maßnahmen in Unternehmen, in Behörden und Verwaltungen, auf freiwilliger Basis zu etablieren, soll ein Schwerpunkt der Arbeit des Projektes sein.

Ziel ist es, mit AGG-Unterstützungsangeboten und -maßnahmen die tatsächliche Gleichstellung, insbesondere von Frauen, voranzubringen. Dabei sollen unter anderem:

  • der Förderung der Potentiale sowie der besseren Nutzung des Beschäftigungspotentials von Frauen Rechnung getragen,
  • die Existenzsicherung für Frauen gesichert und
  • zur Entlastung der sozialen Sicherungssysteme beigetragen werden.

Insgesamt sollen für Frauen in Sachsen-Anhalt die Haltefaktoren verstärkt und dadurch dem demografischen Wandel entgegengewirkt werden.

Netzwerkstelle Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG)
Projektträger und Ansprechperson:
Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V.
Frau Daniela Suchantke
Telefon: 0391 63605096
E-Mail: Daniela.suchantke(at)landesfrauenrat.de 

Mentoring & Coaching

In den Chefetagen sind Männer überwiegend unter sich. Es geht darum, die sogenannte „gläserne Decke“ zu durchbrechen. Mit Maßnahmen, die der Unterstützung von Karrieren von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen dienen, sollen Studentinnen und junge Berufsanfängerinnen mit akademischem Abschluss auf eine Führungsrolle in Wissenschaft und Wirtschaft oder auch im Hinblick auf eine eventuelle unternehmerische Selbständigkeit vorbereitet werden.

Das Mentoring- und Coachingprogramm in Sachsen-Anhalt "MeCoSa 4.0" richtet sich an Studentinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen der MINT-Fächer aller Universitäten und Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt. Mit diesem Programm wird das Ziel verfolgt, den Frauen die unterschiedlichen Karrierewege in Wissenschaft und Wirtschaft aufzuzeigen und sie im Hinblick auf diese Karrierewege gezielt mit einzelnen Programmteilen zu unterstützen. In Form von Mentoring und Coaching sowie mittels Workshops, Seminaren und Netzwerkveranstaltungen wird ein breites Spektrum mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten angeboten. Damit kann durch das Projekt MeCoSa 4.0 ein Beitrag dazu geleistet werden, den Anteil der Frauen in Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere in ingenieur- und naturwissenschaftlichen Bereichen, in Sachsen-Anhalt zu erhöhen.

MeCoSa: Mentoring- & Coachingprogramm Sachsen-Anhalt
Projektträger und Ansprechpersonen:
Projektteam Nord (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
Frau Maria Rosenbaum
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
Telefon: 0391 6757062
E-Mails: Maria.rosenbaum(at)ovgu.de 

Frauenförderung im MINT-Bereich

Die Unterstützung und Förderung von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen, den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik) soll sich an den Lebensphasen orientieren und die Chancen von Mädchen und Frauen auf dem Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsmarkt erhöhen, wobei die Förderung insbesondere auf die eigenständige Existenzsicherung von Frauen abstellt.

Das Berufs- und Studienwahlverhalten von Mädchen und jungen Frauen ist seit Jahren nahezu unverändert. Sie entscheiden sich immer noch für sogenannte frauentypische Berufe. Mit berufsorientierten Maßnahmen für Schülerinnen ab der 11. Klasse und junge Frauen mit Hochschulzugangsberechtigung sollen die alten Rollenmuster im Berufs- und Studienwahlverhalten aufgebrochen und die Möglichkeiten zur weiteren Berufs- und Studienwahlmöglichkeiten, insbesondere im MINT-Bereich, erweitert werden.

Mit der Unterstützung und Förderung von Frauen in MINT-Berufen soll der Anteil weiblicher Studierender in Studiengängen, in den Frauen noch immer unterrepräsentiert sind, erhöht und der Fachkräftebedarf in naturwissenschaftlich-technischen Berufszweigen unterstützt werden.

Zur "Förderung der Berufsorientierung für Schülerinnen ab der 11. Klasse und junge Frauen mit Hochschulzugangsberechtigung" werden folgende Projekte durchgeführt:

FEMININ – quer durchs Land - Frauen Entdecken Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft
Projektträger und Ansprechperson:
Hochschule Merseburg
Frau Professorin Dr. Heike Mrech
(Prorektorin für Studium und Lehre)
Telefon: 03461 462903
E-Mail: heike.mrech(at)hs-merseburg.de 

Multimediales Pop-up Lernlabor - Make up your MINT
Projektträger und Ansprechperson:
Hochschule Anhalt
Frau Professorin Dr. Korinna Bade
(Fachbereich Informatik und Sprachen)
Telefon: 03496 673139
E-Mail: k.bade(at)inf.hs-anhalt.de